Weihnachten 2016 - biblische Szenen mit Josef in der Michaelskirche

In dieser Advents- und Weihnachtszeit wollen wir uns dem Wunder der Weihnacht aus der Perspektive des Josef nähern. Was wäre ohne ihn gewesen? Welche Rolle spielt er? Was ist dran an diesem (Zimmer)Mann, der in der Bibel kein einziges Wort spricht? Mit seinem Namensvetter aus dem alten Testament verbindet ihn, dass er ein Träumer war, der durch Engel und Visionen in seinem Leben geleitet wurde.

An jedem Adventssonntag wollen wir eines unserer Fenster in der Michaelskirche mit einer Josefsszene schmücken. Ausführende wird dabei Angela Kopp sein, die sei 2008 Ihr Atelier "Quellgebiet" betreibt  (www.quellgebiet-figuren.de).

In den Gottesdiensten werden die Szenen und Josefsgeschichten im Mittelpunkt stehen. Auch am Christfest und an Silvester werden weitere Szenen aufgebaut werden.

 

 

erster Advent - Josef ein Nachkomme König Davids

Es begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, daß alle Welt geschätzt würde. 2 Und diese Schätzung war die allererste und geschah zu der Zeit, da Cyrenius Landpfleger von Syrien war. 3 Und jedermann ging, daß er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt.       
4 Da machte sich auch auf Joseph aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, darum daß er von dem Hause und Geschlechte Davids war, 5 auf daß er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe, die ward schwanger.
Lukas 2, Verse 1-5

 

Der erste Advent zeigt den Stammbaum Jesu vom Stammvater Abraham über König David bis hin zu Josef aus Nazareth. Laut der Verheißung ist Jesus aus dem davidianischen Geschlecht also ein Nachkomme König Davids, wie wir auch in den ersten Versen der Weihnachtsgeschichte lesen können. Josef war aus dem Geschlecht Davids, ein Davide.

zweiter Advent - Josef der Zimmermann

dritter Advent - Josef heiratet Maria

wir lesen im Evangelium des Matthäus:

18 Die Geburt Jesu Christi geschah aber so: Als Maria, seine Mutter, dem Josef vertraut war, fand es sich, ehe er sie heimholte, dass sie schwanger war von dem Heiligen Geist. 19 Josef aber, ihr Mann, war fromm und wollte sie nicht in Schande bringen, gedachte aber, sie heimlich zu verlassen. 20 Als er das noch bedachte, siehe, da erschien ihm der Engel des Herrn im Traum und sprach: Josef, du Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; denn was sie empfangen hat, das ist von dem Heiligen Geist. 21 Und sie wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden. 22 Das ist aber alles geschehen, damit erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht (Jesaja 7,14): 23 »Siehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden ihm den Namen Immanuel geben«, das heißt übersetzt: Gott mit uns. 24 Als nun Josef vom Schlaf erwachte, tat er, wie ihm der Engel des Herrn befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich. 25 Und er berührte sie nicht, bis sie einen Sohn gebar; und er gab ihm den Namen Jesus.

 

Nachdem der Engel Josef im Traum erschienen war, nimmt Josef Maria zur Frau, obwohl sie schwanger ist. Auch Josef unterstellt sich wie Maria ganz dem Willen Gottes. Er verlässt sie nicht, sondern hört auf Gott.

vierter Advent - von Nazareth nach Bethlehem

1 Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. 2 Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. 3 Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt. 4 Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, 5 damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger.
(Lukas 2, 1-5)

 

 

Josef, aus dem Stamme Davids, macht sich auf den Weg von Nazareth nach Bethlehem. Die Wegstrecke beträgt ca. 170 km. Ein weiter und anstrengender Weg zu Fuß mit weiten Strecken durch die Wüste. Mit ihm Maria, seine hochschwangere Frau.

Weihnachtskrippe

 

Wir lesen weiter im Evangelium des Lukas, Lukas 2,6-20

Und als sie dort waren, kam die Zeit, daß sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.

Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen:

Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.

Und als die Engel von ihnen in den Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Laßt uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in einer Krippe liegen. Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich über das, was die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.